DIY: Kleinstichige Heftung

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bookbinding, kleinstichtige heftung

Mit dieser DIY-Anleitung möchte ich euch zeigen wie ihr ein einlagiges Heft mit einer kleinstichigen Heftung anfertigen könnt. Die kleinstichige Heftung ist im Endeffekt eine Schulheft-Heftung, nur mit mehr Stichen.

Ihr braucht:

  • Material für das Cover, A4
  • Papier für die Inhaltsseiten, A4, maximal 15 Blatt
  • Schere
  • zwei Nadeln
  • ein Stück Karton oder stärkeres Papier
  • Stift
  • Lineal
  • Ahle oder dickere Nadel
  • Falzbein
  • Faden
  • Bienenwachs oder eine Kerze
  • Cutter
  • Schneidunterlage
  • ein kleines Gewicht

  1. Die Inhaltsseiten werden zu einer Lage zusammengelegt und mittig von Hand gefalzt. Das Umschlagmaterial wird ebenfalls gefalzt allerdings sollte hier Lineal und Falzbein benutzt werden. Dadurch wird der Falz sauberer.
  2. Das Stück Karton wird auf die Höhe des Umschlags zurecht geschnitten und mit Stift und Lineal werden auf dem Karton die Markierungen angezeichnet wo später die Löcher gestochen werden sollen. Dadurch hat man eine Vorlage für das Umschlagmaterial und die Inhaltsseiten. Hier habe ich die Markierungen im Abstand von 1,0 cm angezeichnet. Zum oberen und unteren Rand des Kartonstreifens habe ich 1,5 cm Platz gelassen.
  3. Die Vorlage wird in den Umschlag gelegt und die Löcher werden genau in den Falz des Umschlags gestochen. Dieser Vorgang wird bei den Inhaltsseiten wiederholt. Die Seiten müssen nicht einzeln vorgestochen werden. Man kann die komplette Lage in einem Durchgang stechen.
  4. Der Faden muss mindestens die dreifache Höhe des Hefts haben. Wer kein Buchbindezwirn hat, kann auch Sternzwirn oder Knüpfgarn nehmen. Sogar mit Nähgarn kann man ein Heft binden, muss dieses aber dreifach oder vierfach nehmen damit es stabil genug wird. Der abgemessene Faden wird der Länge nach über das Bienenwachs gezogen und so eingewachst. Dadurch ist die Verarbeitung leichter. An beiden Enden wird eine der Nadeln aufgefädelt.
  5. Das Umschlagmaterial wird um die Inhaltsseiten gelegt. Mittig aufgeklappt wird eine der Heftseiten mit dem Gewicht fixiert damit das Heft beim Heftvorgang nicht immer verrutscht. Die Klammer habe ich nur angebracht um den Vorgang leichter fotografieren zu können. Für das Heften ist sie nicht nötig.
  6. Eine der Nadeln wird durch das oberste Loch von innen nach außen gestochen. Der Faden sollte auf beiden Seiten des Hefts ungefähr gleich lang sein.
  7. Die Nadel auf der Innenseite wird durch das zweite Loch nach außen geführt.
  8. Der komplette Faden der auf der Innenseite ist, sollte nachgezogen werden. Nun befinden sich beide Nadeln auf der Außenseite.
  9. Die Nadel, die aus dem ersten Loch herausgeführt wurde wird nun durch das zweite Loch wieder hineingeführt. Dabei sollte man darauf achten nicht durch den Faden zu stechen der bereits durch das Loch führt. Ansonsten könnte man die Fäden nicht mehr straff ziehen. Nun sind das erste und zweite Loch auf der Innen- und Außenseite mit einem Faden verbunden. Beide Fäden werden straff gezogen und es wird weiter geheftet.
  10. Die weiteren Löcher werden auf die gleiche Weise geheftet. Die Nadel von außen wird nach innen geführt. Die Nadel von Innen wird nach außen geführt. Danach werden beide Fäden straff gezogen. Dieser Vorgang wird bis zum drittletzten Loch durchgeführt.
  11. Wenn auf beiden Seiten des drittletzten Lochs die Heftung gemacht wurde, wird der Faden straff gezogen und es wird nur noch mit der Nadel weitergeheftet die gerade außen liegt. Diese Variante ist optional. Man könnte auch in gleicher Manier bis zum letzten Loch heften. Ich entscheide mich deswegen für diese Abwandlung, da der Knoten der Heftung dann nicht so nah am Rand des Hefts liegt und die Fadenenden später nicht herausschauen.
  12. Mit der Nadel wird der Faden nun beim vorletzten Loch nach innen und beim letzten Loch gleich wieder heraus geführt.
  13. Von außen wird mit der Nadel nochmals durch das vorletzte Loch gestochen. Nun können beide Nadeln entfernt werden.
  14. Die Fadenenden werden nochmals straff gezogen und dann miteinander verknotet. Damit der Koten nicht mit der Zeit aufgeht macht man immer einen Doppelknoten.
  15. Beide Fadenenden können mit der Schere auf ca. 1,5 cm gekürzt werden. Hier ist ganz gut zu sehen, das die Fadenenden – würden sie am letzten Loch liegen – unten aus dem Heft herausschauen könnten.
  16. Optional: Ich habe mein Heft noch dreiseitig (Oberkante, Unterkante und Vorderkante) beschnitten damit die Kanten glatt und gleichmäßig sind. Wer keinen Stapelschneider hat, schneidet mit Cutter und Stahllineal als Führung. Mit einem Eckenschneider habe ich die beiden Ecken an der Vorderkante abgerundet.
  17. Ebenfalls optional: Mit verschiedenen Elementen habe ich mein Heft noch dekoriert. Mit einem Streifen des Notizblocks „Ticketwoche“, gerissenen Stücken alter Seiten, einigen Stempeln, einer alten Briefmarke, zweifarbigem Garn und Siegelwachs.

Ich wünsche euch viel Spaß beim Binden eurer eigenen Hefte!

 

Alles Liebe

-Ema-

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Die Gewinner von „Meine neue Buchbinderei“

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meine neue buchbinderei www.emadam.de

Das Gewinnspiel ist beendet und ich habe per Zufallsgenerator drei Gewinner ausgelost, die mein neues Buch „Meine neue Buchbinderei“ von mir per Post zugesendet bekommen.

Die Gewinner sind Sonja Witossek, Carsten und Ngoc. Herzlichen Glückwunsch!

Ich danke euch allen fürs Mitmachen bei dem Gewinnspiel. Natürlich muss hier niemand leer ausgehen. Ich habe neue Freebies in meinen Shop eingestellt. Diese sind für alle frei zugänglich und dienen euch hoffentlich ein wenig als Trostpflaster!

Alles Liebe

-Ema-

Meine neue Buchbinderei

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meine neue buchbinderei www.emadam.de

Am Donnerstag, den 16.03.2017 ist mein zweites Buch zum Thema Buchbinderei „Meine neue Buchbinderei“ erschienen.

Wie bereits mein erstes Buch „Meine Buchbinderei“ ist auch dieses Buch gefüllt mit Schritt-für-Schritt-Anleitungen für verschiedenste Buchbinderei-Projekte. Von leichten Projekten wie der Schweizer Broschur, über mittelschwere Projekte wie das Bauen eines Schubers, bis hin zu anspruchsvolleren Projekten wie der koptischen Bindung gibt es viel zu entdecken.

Neben verschiedenen Buchprojekten gibt es außerdem drei Anleitungen für verschiedene Kästen. Ein Kasten ist auch auf dem Cover von „Meine neue Buchbinderei“ zu sehen.

Ich hatte sehr viel Spaß beim Arbeiten an den Projekten für das neue Buch. Was nicht zuletzt daran liegt das es mir die Möglichkeit gibt dazu beizutragen das Handwerk der Buchbinderei an andere Personen weiterzugeben. Das Handwerk der Buchbinderei liegt mir sehr am Herzen und ist Bestandteil meiner eigenen Arbeit als Designerin und Künstlerin. Damit ich noch etwas mehr dieser Leidenschaft an euch weitergeben kann, habe ich ein paar Muster und Etiketten gestaltet die euch zum Download zur Verfügung stehen. Es gibt ein Muster aus Pinselstrichen, ein handgezeichnetes Folkloremuster, ein Frühlingsherzenmuster sowie ein Herbstherzenmuster, ein Muster aus Mosaikfenstern und ein Geometriemuster. Die Muster könnt ihr euch ausdrucken und beispielsweise als Einbandmaterial zum Buchbinden verwenden. Natürlich könnt ihr sie auch als bedruckte Seiten in eure Bücher mit einbinden, Briefumschläge daraus machen oder Kästen beziehen. Die Etiketten können ebenfalls ausgedruckt werden. Auf normales Papier oder auf einen Bogen Etikettenpapier. Damit könnt ihr euren Büchern und/oder Kästen passende Etiketten verpassen und ihnen den letzten Schliff geben.

Weil bald Ostern ist, möchte ich zusätzlich drei Exemplare von „Meine neue Buchbinderei“ an euch verlosen.

Die Verlosung startet am 23. März 2017 um 12 Uhr und endet am 16. April 2017 um 12 Uhr. Es wird drei Gewinner geben. Jeder Gewinner bekommt ein Exemplar von „Meine neue Buchbinderei“. Zugelassen sind alle volljährigen Personen mit Wohnsitz in Deutschland. Wer teilnehmen möchte muss einen Kommentar (mit gültiger E-Mail Adresse) zu diesem Beitrag hinterlassen. Alle gültigen Kommentare werden nach Ablauf des Gewinnspielzeitraums durchnummeriert und die Gewinner per Zufallsgenerator ausgelost. Die Gewinner werden dann von mir per E-Mail angeschrieben um die Postanschrift zu erfragen. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Ich wünsche euch viel Glück!

-Ema-

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Wochenmuster

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markmakingbluetones

Aus meinen blauen Pinselstrichen von letzter Woche habe ich ein vektorbasiertes Endlos-Muster angefertigt. Dabei habe ich die Blautöne auf sechs Blautöne reduziert. Einerseits weil mir der dabei entstehende Effekt gefällt, andererseits damit mein Computer nicht den Geist aufgibt beim berechnen, speichern und vektorisieren.

Die Striche habe ich neu angeordnet. Etwas freier und ungeordneter als beim Original. Und weil man nie genug Muster haben kann, gibt es das Strichmuster in Blau, Rosa, Grau und Grün für euch zum herunterladen in A3. Bindet Bücher, verpackt Geschenke oder bastelt euch die erste Weihnachtsdeko. Die grüne und graue Variante gibt es mit dem Muster im Hochformat. Die rosafarbene und blaue Variante hat das Muster im Querformat.

Natürlich könnt ihr die Muster auch auf DIN A4 ausdrucken. Dazu einfach in eurem Druckerdialog das entsprechende Format anwählen. Optional könnt ihr dabei auch das Muster verkleinern oder nur einen Ausschnitt des Musters drucken.

Bitte respektiert das die Muster nur für den privaten Gebrauch verwendet werden dürfen! Und mit etwas Verspätung reihe ich mich mit meinem Muster in Frau Müllers Musterliste ein!

 

Liebe Grüße,

-Ema-

Wochenmuster

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Diese Woche wurden die „Spuren“ größer und breiter. Jedes Mal den Pinsel ins gleiche Farbnäpfchen getunkt und trotzdem sind die Streifen sehr unterschiedlich. Mal dunkler mal heller. Mal mit dunklem Rand oder in sich zusätzlich gestreift.

Durch die Wölbung des Papiers wirken die Streifen fast wie Spuren auf dem Ackerfeld.

Noch eine Armee aus Aquarell-Streifen. Hier sind sie noch kleiner. Aber aus diesen könnte man ein schönes Endlos-Muster machen. Das hole ich noch nach.

Füllfeder-Kringel gibt es diese Woche auch zu sehen. Von links nach rechts und von rechts nach links. Es ist sozusagen nur ein einziger Strich. Unterbrochen wurde er nur dadurch, das die Tinte nicht immer so schnell floß wie ich kringeln wollte.Und wenn man so vor sich hinkringelt ohne abzusetzen, verliert man sich auch mal in den eigenen Kringeln. Schön zu bemerken an den Verdichtungen die hier und da auftauchen.Am Schluß durfte noch ein mit Aquarellfarbe getränktes und durchnässtes Papierkügelchen über das Papier straucheln

Meine Muster schicke ich zu Frau Müller und genieße nun erst einmal die Muster aller anderen Teilnehmer.

 

Liebe Grüße,

-Ema-

Wochenmuster

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20161012_165734k

Mit meinen „Spuren“ der letzten Musterwoche ging es im Skizzenbuch fließend weiter. Kombiniert mit anderen Strichen, Flächen und Farben.20161012_165827kVerschiedene Richtungen, unterschiedliche Dichte und Länge der einzelnen Striche. Und kleine Tinten-Dreiecke die sich von der vorherigen Seite einschleichen und schemenhaft ihr Unwesen treiben.20161012_165540kDie Striche wurden breiter. Dank Pinsel und Tusche. Während die schlanken Striche des Rapidographen wie eine Einheit wirken, steht hier jeder Strich für sich. 20161012_165546kUnd mit nachlassender Tuschemenge im Pinsel gibt es mehr Abwechslung, Lücken, Streifen und Spuren in der Spur.20161012_165555k20161012_165630kEin weiteres Experiment entstand mit einem Kunststoffdeckel, den ich mit Tusche überzogen und dann auf Papier umgedruckt habe. Die Art und Weise wie die Tusche aufgebracht wurde ist auch im Abdruck noch deutlich zu sehen.20161012_165623kDa die Tusche auch auf dem Kunststoffdeckel sehr schnell trocknet, konnte ich nicht immer den ganzen Deckel abdrucken.20161012_165640kEine kleine Sammlung des Deckel-Drucks.20161012_165947kEin paar Seiten im Skizzenbuch wurden noch mit einfachen Zeichen gefüllt. 20161012_170023k20161012_165931k20161012_165957kDas Oval hatte es mir besonders angetan, weswegen es gleich auf mehreren Seiten zu finden ist. In verschiedenen Versionen. Als Oval das nur aus einer Umrundung besteht und aus Oval das aus mehreren Umrundungen besteht.20161012_171059kUnd weil mich das Oval einfach nicht losgelassen hat, entstand auch gleich noch ein großes Oval-Muster auf einem 50 x 70 cm Aquarellpapier.20161012_171142kJedes Oval anders als das nächste.20161012_171153kKeines ist perfekt.

Meine Musterexperimente gebe ich weiter zu Frau Müller und ihrem Muster-Mittwoch.

 

Liebe Grüße,

-Ema-

Wochenmuster

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Bei Frau Müller ist diesen Monat „Mark making“ das Thema ihres Muster-Mittwochs. Ein Thema das mich besonders interessiert, da es Bestandteil meiner Kunst ist.

Durch ein eigenes Vokabular an verschiedenen Strichen, Flächen, Zeichen entstehen ganz eigene Werke. Zusammen mit Überlagerungen verschiedener Ebenen die auf einer einwirken und in Dialog treten. Ein Zeichen ergibt das nächste. Aktion, Reaktion und Kommunikation.

Für dieses Wochenmuster habe ich mich auf eine Strichart meines Zeichenrepertoire beschränkt. In meinen künstlerischen Arbeiten mache ich diese Art von „Strichansammlung“ oft mit Bleistift. In eingigen Fällen auch mit Feder oder Füllfederhalter.

Die schwarze Tinte zeigt sehr deutlich die Intensität. Überlagerungen der einzelnen Striche treten deutlich hervor. Weil mir ein wenig nach experimenteller Spielerei war, habe ich meine Striche gescannt, digital wiederholt, gespiegelt und übereinandergelegt. Einmal mit einem weißen Hintergrund und einem zart moosgrünen.Auf Weiß kann ich mir das Muster gut für ein Kissen vorstellen. Mir gefällt der starke Kontrast. Außerdem kam mir der Gedanke, dass man das Muster nachträglich mit Flächen aus Textilfarbe erweitern und individualisieren könnte.

 

Liebe Grüße

-Ema-

 

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